Foto-Spot in Bad Gastein
Die Kaiser-Wilhelm-Promenade über der Ache
Ein ebener Kurweg des 19. Jahrhunderts am Osthang, mit Blick hinunter auf die gestapelten Dächer und die Schlucht der Gasteiner Ache, und dem Denkmal von 1889 für den Kaiser, der zwanzigmal kam.
Über Die Kaiser-Wilhelm-Promenade über der Ache
Route anzeigenDer Kurort baute seine Wege wie seine Hotels — sorgfältig und mit Aussicht. Die Kaiser-Wilhelm-Promenade zieht als Höhenweg über den Osthang von Bad Gastein, auf ganzer Länge nahezu eben, und sie ist nach Kaiser Wilhelm I. benannt, der hier zwanzigmal zur Kur war; das 1889 zur Erinnerung an diese Aufenthalte errichtete Denkmal steht noch am Weg und ist denkmalgeschützt.
Den Umweg wert macht sie der Winkel. Aus dem Ort kann man die großen Häuser nur von unten sehen; von der Promenade schaut man auf sie hinab, sodass sich Dächer, Schlucht und Fall in einem Bild aufreihen, mit dem Graukogel dahinter. Bänke und Lücken im Baumbestand geben unterwegs eine ganze Reihe davon, und der Weg ist breit genug, um darauf zu arbeiten, ohne jemanden zu blockieren.
Es ist eher ein Geh- als ein Aussichtsort, und das passt zu einem Paarshooting: Fünfzehn oder zwanzig Minuten Weg geben vier, fünf verschiedene Hintergründe, vom Schatten unter Buchen und Lärchen bis zu offenen Balkonen über dem Tal. Das beste Licht ist am späten Nachmittag, wenn die Sonne über das Tal auf den Ort darunter fällt und der Weg selbst im weichen Schatten liegt.
Die Promenade führt weiter Richtung Kötschachtal und ist fast das ganze Jahr begehbar. Im Winter ist sie meist geräumt oder ausgetreten, aber vereiste Stellen und kurze Sperren nach Schneefall oder Windwurf kommen vor — vor Ort prüfen und bei Frost Spikes mitnehmen. Sie beginnt wenige Gehminuten bergauf vom Zentrum, ein Auto braucht es nicht.
Beste Zeit zum Fotografieren
Später Nachmittag, wenn die Sonne auf den Ort fällt und der Weg im weichen Schatten bleibt
Tipps
Lieber gehen als stehen bleiben — fünfzehn Minuten Weg geben mehrere verschiedene Hintergründe. Im Winter prüfen, ob geräumt ist, und Spikes mitnehmen; vereiste Abschnitte und kurze Sperren nach Schnee sind normal.
Weitere Orte in Bad Gastein
Der Gasteiner Wasserfall und die Wasserfallbrücke
Die Gasteiner Ache stürzt in drei Stufen rund 340 Meter mitten durch den Ort, und eine steinerne Brücke von 1840 überquert sie an der zweiten — der einzige Wasserfall Österreichs, an dem auf beiden Seiten Hotels stehen.
Die Belle-Époque-Fassaden über der Schlucht
Straubinger, Badeschloss und Grand Hotel de l'Europe gestapelt auf den Felsbändern beiderseits des Falls — ein ganzer kaiserlicher Kurort, senkrecht gebaut, und die Hälfte davon erst seit Kurzem wieder wach.
Die Hängebrücke am Stubnerkogel
Eine 140 Meter lange Hängebrücke zwischen zwei Graten auf 2.246 Metern, mit der Gondel mitten aus dem Ort erreichbar, und die Hohen Tauern samt dem Eis der Goldberggruppe am südlichen Horizont.
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