Foto-Spot in Wachau
Die Weinterrassen über Weißenkirchen und Spitz
Trockensteinterrassen, den Talhang über zwei Weinorten hinaufgestapelt — schmale Stufen aus Riesling und Grünem Veltliner mit der Donau darunter, am besten in den letzten zwei Stunden, wenn die Sonne die Zeilen streift.
Über Die Weinterrassen über Weißenkirchen und Spitz
Route anzeigenDie Weingärten der Wachau sind keine Felder, sondern Treppen. Generationen von Winzern haben Trockensteinmauern quer über den steilen Granithang gesetzt und die Stufen dahinter mit Erde gefüllt; heraus kam eine Terrassenlandschaft, die sich kilometerweit über dem Fluss hinzieht — manche Terrassen zwei Zeilen breit, manche eine einzige Rebe, die Mauern speichern die Wärme und die Donau wirft das Licht von unten zurück.
Am schönsten steht das über Weißenkirchen, wo die berühmten Rieden Achleiten und Klaus hinter dem Ort ansteigen, und über Spitz, wo sich der Tausendeimerberg direkt aus den Häusern erhebt; der Berg heißt nach den tausend Eimern Wein, die er in einem guten Jahr gegeben haben soll. Durch beide führen Wege und Traktorspuren, und der Welterbesteig verbindet sie, aber die Rebflächen selbst sind privates Arbeitsland — auf den Wegen bleiben, nicht in die Zeilen.
Die Terrassen schauen nach Süden zum Fluss, die letzten zwei Lichtstunden sind also der ganze Punkt: Die tiefe Sonne läuft die Mauern entlang, trennt jede Zeile und färbt den Stein golden, dahinter Tal und Wasser. Der Vormittag ist flacher, aber klar und völlig leer.
Das Jahr ist hier ungewöhnlich gut ablesbar. Die erste Aprilhälfte legt Marillenblüte über die Gärten am unteren Hang, der Juni ist tiefgrün und die Zeilen sind dicht, und die Lese in der ersten Oktoberhälfte färbt das Laub golden und füllt die Heurigen; die Leserinnen und Leser arbeiten dabei in den Terrassen und gehören ins Bild. Von November bis März sind die Terrassen nackter Stein und Draht — grafisch, karg und von fast niemandem fotografiert.
Beste Zeit zum Fotografieren
Die letzten zwei Lichtstunden, das ganze Jahr; Anfang April für die Marillenblüte, Oktober für die Lese
Tipps
Die Terrassen sind privates, bewirtschaftetes Weinland — auf den Wegen bleiben, nicht in die Zeilen. Die Mauern sind uneben und zwischen den Stufen geht es hinunter: kein Ort für lange Kleider ohne passende Schuhe.
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