Foto-Spot in Wachau
Der blaue Turm von Dürnstein und die Burgruine
Der blau-weiße Barockturm der Stiftskirche über der Donau und 160 Meter darüber die Ruine, in der Richard Löwenherz gefangen saß — ein Ort, zwei Motive, fünfundzwanzig Minuten Aufstieg dazwischen.
Über Der blaue Turm von Dürnstein und die Burgruine
Route anzeigenDürnstein ist eine Straße zwischen zwei Toren, und was alle fotografieren, ist der Turm der ehemaligen Stiftskirche: ein barocker Turmhelm in Kobaltblau und Weiß, in seinen ursprünglichen Farben wiederhergestellt, der direkt über dem Fluss auf der alten Klosterterrasse steht. Von der Terrasse selbst steigt der Turm aus der Balustrade auf, darunter die Donauschleife; vom Wasser oder vom Gegenufer wird er zur Signatur des ganzen Ortes, blau gegen grauen Fels und Weinterrassen.
Über den Dächern führt ein Steinweg zur Kuenringerburg hinauf, der Ruine, in der Richard Löwenherz 1192 und 1193 nach dem Dritten Kreuzzug gefangen gehalten wurde. Es sind zwanzig bis dreißig Minuten steiler, unebener Stufen und loser Steine, frei und immer offen, und von oben schwingt die Donau nach beiden Seiten weg, Dürnstein direkt darunter — das beste weite Motiv des Tals, und den Aufstieg wert, allerdings in ordentlichen Schuhen und nicht in dem, was die Ortsstraße nahelegt.
Der Turm schaut nach Süden zum Fluss, der Vormittag beleuchtet also seine Front sauber, während ihn der späte Nachmittag ins Gegenlicht stellt; die Ruine ist in den letzten zwei Stunden am besten, wenn das Tal golden wird und der Fels warm. In der Saison ist die eine Straße zwischen etwa zehn und vier voll — die Flusskreuzfahrtschiffe legen unten an und schütten jeweils ein paar hundert Menschen hinein — und am frühen Abend ist es wieder still.
Der April bringt die Marillenblüte in die Gärten unter dem Ort, der Oktober die Lese und die Heurigen, und von November bis März ist Dürnstein fast leer, mit kahlen Reben, tiefem Licht und den meisten Terrassen geschlossen. Die Stiftsterrasse kostet Eintritt und hat eigene Saison und Zeiten — prüfen Sie sie; Burgweg und Straße sind frei.
Beste Zeit zum Fotografieren
Vormittag für die Flussfront des Turms; die letzten zwei Stunden für Ruine und Tal
Tipps
Der Aufstieg zur Ruine dauert fünfundzwanzig steile Minuten über unebenen Fels — feste Schuhe, keine Ortssandalen. Zwischen zehn und vier füllen die Schiffe die Straße; davor und danach gehört sie Ihnen.
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