Innsbruck, Österreich

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Die Nordkettenbahnen — Hungerburg und Seegrube

Von der Innsbrucker Innenstadt auf eine Terrasse in 1.905 Metern in etwa zwanzig Minuten: eine Standseilbahn aus der Stadt hinaus, dann die Seilbahn auf die Seegrube, das ganze Inntal darunter ausgebreitet und die Stubaier Alpen gegenüber.

Über Die Nordkettenbahnen — Hungerburg und Seegrube

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Keine andere Stadt in den Alpen rückt sich einen Berg so nah. Die Hungerburgbahn startet neben dem Congress in der Altstadt, fährt unter der Stadt durch und über den Inn hinweg über Zaha Hadids gläserne Stationen und setzt Sie auf der Hungerburg bei rund 860 Metern ab, wo Innsbruck schon unter der Terrasse liegt. Von dort hebt die Seegrubenbahn auf 1.905 Meter, und eine zweite Bahn geht weiter aufs Hafelekar in 2.256 Meter. Vom Zentrum bis oben sind es etwa zwanzig Minuten.

Die Terrasse der Seegrube ist das Motiv, wegen dem die meisten kommen: die Stadt direkt darunter im Tal, der Inn als heller Strich hindurch, die Stubaier und Tuxer Alpen auf der Gegenseite und der Fels der Nordkette im Rücken. Der Absturz ist steil genug, dass ein Paar am Geländer als zwei Figuren vor einem ganzen Tal liest.

Das Licht ist unkompliziert — die Terrasse schaut nach Süden über die Stadt, ist also den ganzen Tag beleuchtet, und die besten Stunden sind der frühe Morgen, bevor der Talnebel aufzieht, und die letzten zwei vor Sonnenuntergang, wenn die gegenüberliegenden Ketten umschlagen und die Stadt zuerst in den Schatten fällt. An Herbstmorgen liegt die Wolke im Tal und lässt Sie darüber stehen.

Im Winter ist das ein Skigebiet, die Terrasse ist gepresster Schnee und das Licht kurz, aber sehr klar; im Sommer sind die Hänge über der Seegrube Almwiese und das Wandern beginnt an der Station. Es ist immer etwa zehn Grad kälter als in der Stadt und oft windig. Die Bahn fährt ganzjährig, hat aber Saisonfahrpläne, eine letzte Talfahrt und im Frühjahr und Herbst Revisionszeiten — prüfen Sie erste und letzte Fahrt des Tages, denn die letzte zu versäumen heißt einen langen Abstieg.

Beste Zeit zum Fotografieren

Früher Morgen vor dem Dunst oder die letzten zwei Lichtstunden; im Herbst für die Wolke im Tal

Tipps

Prüfen Sie vor der Auffahrt die letzte Talfahrt des Tages — sie zu versäumen heißt zu Fuß hinunter. Zehn Grad kälter als die Stadt und dem Wind ausgesetzt, egal was die Prognose im Tal sagt.

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