Foto-Spot in Bregenz & der Bodensee
Die Oberstadt und der Martinsturm
Der ummauerte mittelalterliche Kern über der Stadt — zwei stille Pflastergassen, bemalte Häuser und ein gedrungener Turm unter der ältesten Zwiebelhaube Mitteleuropas.
Über Die Oberstadt und der Martinsturm
Route anzeigenDie Oberstadt ist, was Bregenz war, bevor das Seeufer bebaut wurde: ein kleines ummauertes Städtchen auf dem Hügel, durch ein Tor betreten, mit zwei Pflastergassen, einer Handvoll bemalter Häuser und fast keinem Verkehr. Zehn Minuten Aufstieg von der Promenade, und der Wechsel ist vollständig — von offenem Wasser und modernem Glas zu gefasstem Stein auf zweihundert Metern.
Das Wahrzeichen ist der Martinsturm, ein breiter viereckiger Turm, 1601 mit einer hölzernen Zwiebelhaube gekrönt, der ältesten und größten ihrer Art in Mitteleuropa. Er steht an einer Ecke, wo die Gassen enger werden, und der kleine Platz davor ist der natürliche Arbeitsort; von der Mauer darüber gibt es Lücken, die über die Dächer auf den See schauen.
Die Gassen sind schmal und verlaufen ungefähr ost-westlich, direkte Sonne erreicht das Pflaster also nur um die Mittagszeit. Sonst herrscht weiches, reflektiertes Licht zwischen bemalten Fassaden, das Porträts weit besser steht als der harte Mittagskontrast. Der frühe Morgen ist leer.
Anders als die Promenade ändert sich die Oberstadt kaum mit der Jahreszeit — derselbe Stein, dieselbe Ruhe, im Sommer ein paar Blumenkästen, im Dezember beleuchtete Fenster. Sie ist die verlässliche Option, wenn der See grau oder das Ufer voll ist, und beide liegen nah genug, dass eine Session beides mitnimmt.
Beste Zeit zum Fotografieren
Früher Morgen für leere Gassen; den Großteil des Tages weiches, reflektiertes Licht zwischen den Fassaden
Tipps
Arbeitet die Gassen statt den Turm frontal — die guten Bilder sind die engen Ecken und die Mauerlücken mit Blick auf den See. Die Oberstadt ist bewohnt, also früh leise bleiben.
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