Die besten Fotospots in Wien: Schönbrunn, Belvedere, der Ring und die stillen Ecken

Die besten Fotospots in Wien: Schönbrunn, Belvedere, der Ring und die stillen Ecken

Wien fotografiert sich wie eine Bühne, und die Bühne hat einen Fahrplan. Die großen Schlossgärten sind gratis und vor sieben Uhr früh geöffnet; um elf stehen auf demselben Kiesweg drei Reisegruppen. Die Bauten am Ring liegen fünf Gehminuten auseinander, schauen aber in vier verschiedene Richtungen — die Reihenfolge entscheidet also, ob Sie mit dem Licht arbeiten oder dagegen. Erreichbar ist alles: Fast jedes Motiv hier liegt ein paar Minuten von einer U-Bahn-Station entfernt. Das ganze Handwerk in Wien besteht darin, zu wissen, welche Stunde zu welchem Gebäude gehört.

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Schönbrunn: die erste Stunde nach dem Öffnen

Der Schlosspark Schönbrunn öffnet um 6:30 Uhr, Stunden vor dem Schloss selbst, und genau diese erste Stunde ist der Grund für den frühen Wecker. Das Parterre zieht sich von der Gartenfront des Schlosses zum Neptunbrunnen — mehrere hundert Meter Kies, geschnittene Hecken und Blumenbeete, oben auf dem Hügel schließt die Gloriette den Blick. Vom Brunnen aus füllt das Schloss den Rahmen; von der Kolonnade der Gloriette staffeln sich Parterre, Schloss und Stadt zu drei sauberen Ebenen. Um diese Zeit kommt das Licht flach von Osten und färbt den Stein der Gloriette honigfarben. Ab neun tragen die Wege die ersten Gruppen, ab elf stehen hundert Menschen im Bild. Der späte Nachmittag ist das zweite Fenster — die Sonne hinter der Gloriette, das Schloss von Westen beleuchtet —, aber nie so leer.

Mit der U4 bis Schönbrunn zum Haupttor, oder eine Station weiter nach Hietzing zum ruhigeren Hietzinger Tor. Die Serpentinen hinauf zur Gloriette brauchen rund zehn Minuten, an der Ostseite gibt es einen stufenlosen Weg. Park und Gloriettehügel kosten nichts; die Aussichtsterrasse am Dach, die Schlossräume und das Labyrinth sind kostenpflichtig, und für Stative, Drohnen und alles, was nach Produktion aussieht, gelten die eigenen Regeln des Hauses — die ändern sich, also vorher prüfen. Mehr dazu auf die Gloriette-Terrasse und das Schönbrunner Parterre.

Im Winter sind die Beete leer und die Brunnen abgestellt, und die Geometrie wird dadurch stärker. Schnee auf dem Parterre ist die seltenste und schönste Fassung dieses Bildes — meist im Jänner, versprochen ist nichts. Ab Anfang November füllt der Weihnachtsmarkt den Ehrenhof vor dem Schloss und läuft bis in die erste Jännerwoche.

Das Belvedere: das Schloss, das zweimal dasteht

Auf der Südseite des Oberen Belvedere, zwischen Schloss und Tor, verdoppelt ein langes Becken an einem stillen Morgen die ganze Fassade. Das ist das Motiv von den Plakaten, und es kostet nichts. Auf der Gartenseite fällt das barocke Parterre über Kaskaden und Hecken zum Unteren Belvedere ab, mit dem Stephansdom und der Stadt dahinter — der Blick, den Canaletto gemalt hat.

Die Gärten öffnen früh, im Sommer gegen 6:30 Uhr, im Winter später, und sind frei zugänglich; die Museen in beiden Schlössern kosten Eintritt und sperren um zehn auf. Vor neun teilen Sie sich die Wege mit Läuferinnen und Läufern. Die Spiegelung ist nur so gut wie der Wind es zulässt — schauen Sie am Vorabend auf die Prognose und gehen Sie am windstillen Morgen, nicht am schönsten. Die Südfassade steht zur Sonne und ist fast den ganzen Tag von vorne beleuchtet; der Nordgarten liegt vormittags im Schatten und wird am Nachmittag warm. Der Winter ist die eigentliche Saison des Belvedere: Schnee macht aus den Hecken grafische schwarze Linien, und der Jänner ist der wahrscheinlichste Monat dafür. Die Straßenbahnlinie D hält beim oberen Tor. Mehr dazu auf das Belvedere-Spiegelbecken.

Ring, Hofburg und Michaelerplatz

Die Ringstraße ist ein Verkehrsband, kein Denkmal: Bim im Zwei-Minuten-Takt, Radfahrerinnen, Taxis, Lieferwagen. Stellen Sie die Gebäude lieber in den Hintergrund und lassen Sie die rot-weißen Straßenbahnen die Bewegung liefern. Rathaus, Burgtheater und Oper geben formale Hintergründe in wenigen Gehminuten, und der Heldenplatz hinter der Hofburg ist groß genug, um um acht leer zu sein.

Der Michaelerplatz ist der engere Rahmen: das Kuppeltor der Hofburg, die freigelegte römische Grabung in der Platzmitte, die Fiaker auf dem Pflaster. Von der U3 Herrengasse ist es eine Minute, und er funktioniert früh am besten, bevor sich die Schlangen unter der Kuppel bilden. Zehn Minuten weiter tragen die Rosenbeete im Volksgarten mit dem Theseustempel eine ganze Session durch den Juni.

Karlsplatz: die Kirche im Wasser

Die grüne Kuppel der Karlskirche steht hinter zwei Säulen nach römischem Vorbild, und im Resselpark davor hält ein rechteckiges Becken Henry Moores Skulptur Hill Arches — der Grund herzukommen ist die Spiegelung, im Morgengrauen oder zur blauen Stunde, wenn die Kuppel beleuchtet wird. Hier wird restauriert: Eine der Säulen stand 2026 zeitweise im Gerüst, und der Park rund um das Wien Museum wurde neu gestaltet. Prüfen Sie also, was gerade frei steht, bevor Sie das Bild darauf aufbauen. U1, U2 und U4 halten am Karlsplatz.

Spittelberg und die Gassen hinter dem MuseumsQuartier

Drei Kopfsteinpflastergassen — Spittelberggasse, Gutenberggasse, Schrankgasse — haben ihre zweigeschoßigen Biedermeierhäuser in Ocker, Rosa und Blassgrün behalten, dazu Eisenlaternen und Durchhäuser. Sie sind so eng, dass die Sonne den Boden kaum erreicht: Das Licht bleibt von früh bis abends weich, und die Farbe der Fassaden macht die Arbeit. Werktags vor elf sind die Gassen leer, ab dem späten Nachmittag füllen sich die Schanigärten. Ab Mitte November spannt der Weihnachtsmarkt Lichterketten über die Gassen — die Dämmerung, wenn die Lichter an und die Abendgäste noch nicht da sind, ist die richtige Stunde. Die Gassen sind öffentlich, die Innenhöfe und die Gastgärten nicht: bitte fragen. Aussteigen bei Volkstheater oder Neubaugasse. Details auf die Kopfsteingassen am Spittelberg.

Naschmarkt, Prater und Kahlenberg

Die Standln am Naschmarkt haben von Montag bis Samstag offen und sonntags zu; am Samstagvormittag breitet sich am hinteren Ende ab etwa halb sieben bis zum frühen Nachmittag der Flohmarkt aus — das unkaiserlichste Bild der Stadt. Otto Wagners Majolikahaus und das vergoldete Medaillonhaus stehen an der Linken Wienzeile gegenüber. Rund um den Markt wird seit einiger Zeit umgebaut, also vorher prüfen, was offen ist. U4 Kettenbrückengasse.

Über dem Kanal bietet der Prater zwei sehr verschiedene Dinge: das Riesenrad, das sich seit 1897 dreht, und die Hauptallee, viereinhalb Kilometer schnurgerade Kastanienallee — großartig in der letzten Lichtstunde und um sieben Uhr früh leer genug, um mitten darauf zu stehen. Der Praterstern liegt an U1 und U2.

Für den Tagesausklang fährt der 38A von Heiligenstadt in fünfundzwanzig Minuten auf den Kahlenberg, zu einer öffentlichen Terrasse auf 484 Metern über den Weingärten am Nussberg, der Donau und der ganzen Stadt. Sie schaut von der untergehenden Sonne weg, und das ist genau richtig: Die Stadt wird von hinten beleuchtet, dann gehen zur blauen Stunde die Lichter an. Die besseren Bilder entstehen beim Abstieg durch die Rebzeilen nach Nussdorf und Grinzing, rund fünfundvierzig Minuten, golden von Ende September bis Ende Oktober. Die Weingärten sind bewirtschaftetes Privatland — bleiben Sie auf den markierten Wegen, besonders zur Lese.

Was die Jahreszeiten wirklich ändern

Der April bringt Tulpen in die Schlossgärten; Mai und Juni sind die einfachsten Monate, mit langen Abenden und blühenden Rosen. Der Hochsommer ist mittags dunstig und heiß, und die Schlösser sind am vollsten. Der Herbst ist die Kennersaison — klare Luft, Gold am Nussberg, ruhige Gärten. Der Winter heißt Märkte und blaue Stunde: Schönbrunn ab Anfang November bis in den Jänner, der Rathausplatz ab Mitte November bis 26. Dezember, der Eislaufplatz danach noch weiter, gutes Licht ist um halb fünf vorbei, und Schnee fällt, wenn überhaupt, meist im Jänner. Die Markttermine verschieben sich jedes Jahr um ein paar Tage — bitte prüfen.

Ein Fotoshooting in Wien planen

Die einzige Entscheidung, die wirklich zählt, ist die Startzeit. Eine Session, die um sieben Uhr früh in Schönbrunn oder im Belvedere beginnt, sieht aus wie ein privater Garten; dieselbe Session um elf sieht aus wie eine Warteschlange. Sechzig Minuten reichen für ein Schloss, richtig gemacht; 120 Minuten decken ein Schloss plus Innenstadt oder Kahlenberg ab, mit U-Bahn oder Taxi dazwischen. Versuchen Sie nicht, drei Bezirke in eine Stunde zu pressen — Wien ist großzügig, aber nicht klein.

Wintersessions sind kürzer und später: Zielen Sie auf die Stunde, bevor die Märkte aufleuchten, und behandeln Sie die blaue Stunde als Hauptgang, nicht als Draufgabe.

Eine Fotografin, die hier lebt, weiß, welches Tor am Dienstag ruhig ist und welche Gasse um sechs Uhr abends noch im Schatten liegt — genau dieses Wissen buchen Sie. Sehen Sie sich die Destinationsseite Wien an, lesen Sie, was ein Paarshooting üblicherweise umfasst, und buchen Sie einen Fotografen online; Express-Sessions starten bei 279 € für 60 Minuten, all inclusive.

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