Foto-Spot in Achensee
Die Achenseebahn
Eine kohlebefeuerte Zahnradbahn von 1889, die ihre Holzwagen noch immer von Jenbach zum See hinaufschiebt — eine der ältesten betriebenen Dampfzahnradbahnen Europas.
Über Die Achenseebahn
Route anzeigenDie Achenseebahn wurde 1889 eröffnet und nie umgebaut. Ihre Lokomotiven verbrennen Kohle, ihre Wagen sind aus Holz, und sie steigt noch immer die 440 Meter von Jenbach im Inntal zum Südende des Sees über eine Zahnstange — eine arbeitende Maschine des 19. Jahrhunderts, kein Museumsstück, das sonntags herausgefahren wird.
Fotografisch interessant ist der Kontrast: schwarzes Eisen, Messing, Dampf und lackiertes Holz vor Almwiese. Der untere Abschnitt aus Jenbach ist der steile Zahnstangenanstieg durch Wald und offene Weide, der obere läuft eben nach Maurach und zum See. Die Stationen sind klein, niedrig und leicht zu bespielen, und der Zug hält lange genug, um sauber zu komponieren.
Dampf liest sich am besten vor dunklem Hintergrund und in stiller, kühler Luft — früher Morgen und die Randsaisonen geben die dickste Fahne. Hochsommerhitze macht sie dünn und fast unsichtbar. Die Strecke verläuft ungefähr von Nord nach Süd, beide Seiten bekommen also über den Tag Licht.
Die Bahn ist saisonal, in der Regel von Mai bis Oktober, mit wenigen Abfahrten pro Tag und ohne Winterbetrieb. Sie ist außerdem eine arbeitende Touristenbahn: Fahrgäste, Fahrplan und Bahnsteige, die sich vor der Abfahrt füllen. Prüft aktuelle Betriebstage und Zeiten und plant um einen konkreten Zug herum, statt auf einen zu hoffen.
Beste Zeit zum Fotografieren
Früher Morgen und die kühleren Randmonate, wenn die Dampffahne am dicksten ist; die Bahn fährt nur etwa von Mai bis Oktober
Tipps
Sucht euch eine Abfahrt aus dem Fahrplan und seid zehn Minuten früher da — der Zug wartet nicht, und es gibt nur wenige am Tag. In der Sommerhitze verschwindet der Dampf, ein kühler Vormittag ist also mehr wert als ein sonniger Nachmittag.
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